Präeklampsie - Schwangerschaftsbluthochdruck

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Was ist Präeklampsie?

Bluthochdruck ist eine Erkrankung, die auch unter besonderen Umständen auftreten kann, selbst wenn die Mutter bisher einen optimalen Blutdruck hatte. Bei 2 % der Schwangerschaften entwickelt sich dieser Bluthochdruck zu einer sogenannten Präeklampsie. Die genauen Ursachen dieses gefährlichen Schwangerschaftsbluthochdrucks sind bis heute nicht ganz geklärt, vermutet wird aber eine Überlastung des mütterlichen Organismus durch die Schwangerschaft. Eine Präeklampsie zeigt sich nur selten vor der 20. Schwangerschaftswoche, tritt also meist erst in der 2. Schwangerschaftshälfte auf.

Was sind die Symptome einer Präeklampsie?

Eine Person mit einer leichten Präeklampsie fühlt sich möglicherweise richtig gut. Deshalb ist es wichtig, alle Untersuchungen während der Schwangerschaft wahrzunehmen, um dieses Problem frühzeitig zu erkennen. Die Symptome einer schweren Präeklampsie, die sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft entwickeln kann, sind:

  • hoher Blutdruck
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht
  • Übelkeit und Brechreiz
  • übermäßiges Anschwellen der Hände und Füße

Welche Personengruppe ist am meisten gefährdet?

Präeklampsie tritt häufiger in der ersten Schwangerschaft einer Frau auf und
bei Frauen, deren Mütter und Schwestern ebenfalls an Präeklampsie litten. Ein höheres Präeklampsie-Risiko haben Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften, Frauen im Teenageralter und Frauen über 40. Zur Risikogruppe gehören auch Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft an hohem Blutdruck, einem Nierenleiden  oder Diabetes litten und Frauen mit einem BMI über 35.

Bedeutet hoher Blutdruck in der Schwangerschaft automatisch, dass ich Präeklampsie habe?

Nicht notwendigerweise. Wenn Ihr Arzt feststellt, dass Ihr Blutdruck hoch ist, wird er oder sie Sie sorgfältig beobachten und auf Änderungen achten, die auf eine Präeklampsie hindeuten könnten. Zusätzlich zum hohen Blutdruck weisen Frauen mit einer Präeklampsie ebenfalls eine übermäßige Schwellung auf. Außerdem können sie Protein in ihrem Urin haben. Viele Frauen mit hohem Blutdruck während der Schwangerschaft haben kein Protein in ihrem Urin und auch keine übermäßige Schwellung, das heißt, sie haben auch keine Präeklampsie.
Wenn Sie einen hohen Blutdruck in Ihrer Schwangerschaft feststellen, sollten Sie Ihren Blutdruck täglich kontrollieren und in enger Absprache mit Ihrem Arzt bleiben. 

Was sind die Risiken einer Präeklampsie für das Baby und für mich?

Bei einer Präeklampsie kann die Plazenta nicht ausreichend mit Blut versorgt werden. Wenn die Plazenta nicht genug Blut erhält, bekommt das Baby weniger Luft und Nahrung. Dies kann zu einem niedrigen Geburtsgewicht und anderen Problemen für das Baby führen.
Die meisten Frauen mit Präeklampsie bringen dennoch gesunde Babys zur Welt. Einige entwickeln eine Krankheit mit dem Namen Eklampsie, die schwerwiegende Folgen für Mutter und Baby und andere schwerwiegende Probleme hat. Glücklicherweise wird Präeklampsie in der Regel frühzeitig bei Frauen erkannt, die regelmäßig zur Schwangerschaftsvorsorge gehen, und die meisten Probleme können vermieden werden.

Wie kann Präeklampsie behandelt werden?

Das einzige Heilmittel ist die Entbindung des Babys. Bei der Entwicklung einer Präeklampsie werden Mutter und Baby sorgfältig überwacht. Das bedeutet, dass der Blutdruck mindestens zweimal täglich gemessen wird, die Proteinausscheidung im Urin überwacht wird sowie Gewichtsveränderungen und Symptome regelmäßig geprüft werden müssen. Es gibt Medikamente und Behandlungen, die die Schwangerschaft verlängern können, um die Chancen auf ein gesundes Baby zu erhöhen.

Kann man Präeklampsie vermeiden?

Präeklampsie ist anscheinend keine Krankheit, die die Frau durch Kontrolle der Lebensweise beeinflussen kann, z. B. durch die Ernährung, ob sie raucht oder trinkt, wie schwer sie arbeitet, wie viel Sport sie treibt oder wie viel Ruhe sie sich nimmt, wie ängstlich oder entspannt sie ist usw. Es gibt jedoch einige Nachweise, die vermuten lassen, dass eine Kalziumzufuhr das Risiko einer Präeklampsie verringern kann. Durch Kalzium werden in diesem Fall die Blutgefäße gelockert, wodurch ein Bluthochdruck vermieden wird.

Gibt es langfristige Auswirkungen einer Präeklampsie?

Bei den meisten Müttern verschwinden alle Symptome der Präeklampsie bei der Entbindung. Einige Frauen mit Präeklampsie während der Schwangerschaft erkranken möglicherweise später an Bluthochdruck. Dies wird jedoch mehr der genetischen Veranlagung zum Bluthochdruck zugeschrieben als der Präeklampsie selbst.

Babys sind nur davon betroffen, wenn sie in der Gebärmutter zu wenig Nährstoffe oder Sauerstoff erhalten haben oder zu früh auf die Welt kamen. Gegenwärtig wird nicht davon ausgegangen, dass Babys, deren Mütter an Präeklampsie litten, selbst langfristige Gesundheitsprobleme entwickeln.

Führen aponorm® Blutdruckmessgeräte auch zuverlässige Messungen in der Schwangerschaft durch?

Ja, aponorm® Messgeräte für den Oberarm sind besonders für Schwangere geeignet und zur Erkennung einer Präeklampsie zugelassen. Während der Schwangerschaft sollte der Blutdruck sehr häufig gemessen werden, um ein kritisches Phänomen, die sogenannte Präeklampsie, zu vermeiden. Ca. 20 % der Frauen entwickeln während der Schwangerschaft einen Bluthochdruck. Bitte gehen Sie sofort zum Arzt, wenn Sie einen deutlichen Anstieg des Blutdrucks während der Schwangerschaft feststellen!